Das Projekt Lebenswelt
an der Latina August Hermann Francke


Projekt 2006/2007 Projekt 2007/2008 Projekt 2008/2009 Projekt 2009/2010 Projekt 2010/2011      

Lebenswelt ist ein Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler über ein halbes Jahr lang in ihrer Freizeit einmal pro Woche für zwei Stunden in einer sozialen Einrichtung tätig werden. Einzeln oder in kleinen Gruppen (max. zwei je Einrichtung) kommen sie dabei in direkten Kontakt mit Menschen, die in der Regel nicht zur Lebenswelt der Jugendlichen gehören: Menschen mit Behinderungen etwa, Wohnungslose, MigrantInnen oder alte Menschen. Die Tätigkeiten werden mit den beteiligten sozialen Einrichtungen detailliert abgesprochen, um den Jugendlichen Betätigungsfelder zu bieten, in denen sie ihre Fähigkeiten ausbauen und eigene Ideen einbringen können. Den Jugendlichen steht in den Einrichtungen eine professionelle Fachkraft als AnsprechpartnerIn zur Seite.


An der Latina findet das Projekt "Lebenswelt" seit dem Schuljahr 2005/2006 jährlich im zweiten Halbjahr für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 11 statt. Die Schülerinnen und Schüler werden auf ihre selbst gewählten Aufgaben durch zwei Einführungsworkshops vorbereitet und innerhalb des halben Jahres findet ein Begleitworkshop statt.
Alle Teilnehmer werden innerhalb des halben Jahres einmal entweder vom begleitenden Lehrer (Herr Kirzeder) oder von einem Mitarbeiter des Lebenswelt Projektes besucht. Hier können Schwierigkeiten, besondere Befindlichkeiten geklärt aber auch die schönen und interessanten Seiten dieser Tätigkeit vorgestellt werden.
Der krönende Abschluss des Projektes ist ein Abschlussworkshop bzw. eine Feierstunde, welche die Reflexion und Würdigung der Leistung zum Inhalt hat. Die Würdigung erfolgt durch die feierliche Übergabe eines Zertifikates, welches dem Zeugnis beigefügt werden kann.


... ist ein Projekt
der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.

Erster Zwischenbericht zum Projekt Lebenswelt im Schuljahr 2011/2012

Der Andrang im Projekt Lebenswelt war in diesem Schuljahr riesig. Es standen dreißig Namen auf der ersten Liste. Begründet ist dieses Interesse wohl auch durch das lukrative Angebot des Krankenhauses Martha-Maria (www.martha-maria.de/krankenhaus-halle.php), vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Seiler. Dieser unterbreitete den Vorschlag unsere interessierten Schüler als grüne Engel (www.ekh-deutschland.de) im Krankenhaus Martha-Maria einzusetzen und verband dies mit einigen Zuckerstückchen (Essengutscheine, T-Shirts, Taxi-Dienst). An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für dieses außerordentliche Engagement.

Als die Arbeit konkret wurde und sich mit Terminen verband, sank auch dieses Jahr die Zahl der Interessierten.
Geblieben sind immerhin 16!

  • Abgabe Selbstvorstellung, Lebenslauf, Anschreiben elektronisch am 17.10.2011
  • nächste Zusammenkunft: 24.10.2011, 15.30 Uhr R2305

Innerhalb der Zusammenkunft am 24. Oktober klärten sich dann die völlig unterschiedlichen Motive, Wünsche und Ängste der Schülerinnen und Schüler, aber auch die Bedeutung ihres Ehrenamtes für die Gesellschaft.

Wünsche für mein Ehrenamt
  • Ich möchte Patienten den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich machen.
  • Ich möchte das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden.
  • Ich möchte einen Einblick in den Stationsalltag und den Krankenhausalltag erhalten.
  • Ich möchte mehr Umgang mit anderen Menschen.
  • Ich möchte anderen Menschen helfen.
  • Ich möchte etwas bewegen.
  • Ich möchte etwas lernen, was mir später weiterhilft.
  • Ich möchte Erfahrungen machen und meine soziale Kompetenzen steigern.
  • Ich möchte Menschen in schlechten Zeiten ihres Lebens etwas Schönes ermöglichen.
  • Ich möchte Informationen über die Einrichtungen.
  • Ich möchte meine Entscheidungsfindung über den späteren Beruf erleichtern.
  • Ich möchte Essengutscheine, T-Shirts, Taxi-Dienst in Anspruch nehmen.
  • Ich möchte bessere Voraussetzungen bei der Studienplatzsuche haben.
  • Ich möchte andere Menschen glücklich machen.
  • Ich möchte Pluspunkte für die Zukunft.
  Was sollte mir im Ehrenamt nicht passieren
  • Ich kann keine OP o.ä. beobachten.
  • Patienten gehen nicht auf meine Vorschläge ein.
  • Ich werde nicht akzeptiert.
  • Ich mache andere Menschen traurig oder langweile sie.
  • Ich befürchte die totale Zerstörung meines Weltbildes durch neue Einflüsse. (Kann aber auch positiv sein.)
  • Sinnloses Absitzen von Zeit
  • Die zu Betreuenden sterben oder haben Anfälle.
  • Ich fühle mich nicht wohl oder arbeite dort nur als Pfleger.
  • Man hat Leute gern und die werden dann entlassen.
  • Fehlentscheidungen oder falsches Verhalten

Bedeutung des Ehrenamtes für das Allgemeinwesen

 Wohl der Allgemeinheit

 Gegenseitiger Respekt zwischen Menschen

 Der Staat fördert soziales Engagement: freiwilliges Lernen

 Ehrenamt fördert Gemeinschaft

 Deutschland wird sozialer

 Vorbildfunktion für Andere

 Soziales Engagement für Benachteiligte

 Unterstützung des sozialen Systems .


EINIGE TEILNEHMER AM PROJEKT LEBENSWELT (vlnr)
Elisa Teuscher, Mareike Specht, Josephine Debus, Anh Pui Ahank Duy, Cosima Fiedler, Yvonne Lasars, Laura Zarnekow, Selina Patsch, Laura Schmidt, Konrad Wiemann, Elisabeth Dubberke

Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ihre Einrichtungen:

Name

Einrichtung

Name

Einrichtung

Specht, Mareike 11/1

Krankenhaus Martha - Maria

Lasars, Yvonne 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Schmidt, Laura 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Zarnekow, Laura 10/2

Krankenhaus Martha - Maria

Dubberke, Theresa 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Patsch, Selina 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Wiemann, Konrad 9/1

Krankenhaus Martha - Maria

Hartung, Anna-Lena 9/3

Krankenhaus Martha - Maria

Losfeld, Hanna 10/3

Kindergarten AHF

Witt, Saskia 10/3

Kindergarten AHF

Pui Ahank Duy, Anh 10/2

Krokosseum

Debus, Josephine 11/1

Krokosseum

Kurth, Henriette 11/2

Krokosseum

Teuscher, Elisa 11/1

Lebenshilfe e.V. Halle

Fiedler, Cosima 10/2

evtl. Elisabeth Krankenhaus

Jäger, Paula 11/1

evtl. Francke Schule



Schwierigkeiten und Probleme

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder Besonderheiten. Dabei gelten später hinzukommende oder wechselnde Schüler eher als Normalität.
Bemerkenswert war ein gescheitertes Projekt auf Grund fehlender paralleler Zeitschienen zwischen Institution und Schülerin und die seit 1.05.2010 vom Gesetzgeber erlassene Notwendigkeit eines erweiterten Führungszeugnisses für die ehrenamtliche Arbeit mit Minderjährigen, in unserem Fall im Francke Kindergarten.
(Ein solches "erweitertes Führungszeugnis" ist nach § 30a Abs. 1 BZRG einer Person nur zu erteilen, wenn dies in gesetzlichen Bestimmungen unter Bezugnahme auf § 30a BZRG vorgesehen ist oder wenn das Führungszeugnis für die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch, eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/ErwFZ/ErwFZ__node.html?__nnn=true)

Dennoch freuen sich Frau Greither und Herr Kirzeder als begleitende Lehrer schon auf den Begleitworkshop im März, um von den vielfältigen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler zu hören.


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