Das Schulprofil der Latina

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Die Latina ist mit ihrer über 300-jährigen Geschichte die älteste der Schulen in den Franckeschen Stiftungen. Sie ging 1991 aus der Erweiterten Oberschule hervor und wurde als Landesgymnasium in der Trägerschaft des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt gegründet.

Die Gebäude, in denen sie heute untergebracht ist, wurden 1906 und 1914 für die damalige lateinische Hauptschule bzw. für die damalige Oberrealschule errichtet.
Heute werden in den Jahrgangsstufen 5 bis 12 ca. 750 Schüler von 80 Lehrern unterrichtet.

Die Latina August Hermann Francke ist ein humanistisches Gymnasium mit sprachlichem und musikalischem Zweig.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler in der Grundschule ab Jahrgang 3 Englisch lernen, wird an der Latina ab dem Schuljahr 2008/2009 bereits im Jahrgang 5 die zweite Fremdsprache (Latein oder Französisch) eingeführt. Eine dritte Fremdsprache (Französisch, Russisch, Spanisch oder Altgriechisch) ist ab der Jahrgangsstufe 8 obligatorisch. Italienisch kann im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft ab Klasse 9 erlernt werden. Eine Besonderheit der Schule ist der seit 1993/94 integrierte Musikzweig, der aus dem damaligen Musikgymnasium Halle-Leipzig (Spezialschule für den musikalischen Nachwuchs) entstanden ist. Musikalisch besonders begabte Schüler erhalten hier eine umfangreiche Musikausbildung, die als Vorbreitung auf ein Musikstudium dienen kann, aber auch jede andere berufliche Entwicklung zulässt. Zusammen mit den Sängern des Stadtsingechores bilden sie die Musikklassen.
Die Instrumentalausbildung erfolgt im Einzel- und im Gruppenunterricht, in der Oberstufe im Profilkurs Musik. Die jahrgangsübergreifende Teilnahme an der Chor- und Orchesterarbeit ist verpflichtend. Die Gesangsausbildung im Stadtsingechor umfasst u.a. die stimmbildnerische Einzelschulung. Ziel ist eine optimale Stimmentwicklung jedes Sängers als Grundlage für die Realisierung eines anspruchvollen Chorrepertoires.

Der sprachliche und der musische Zweig ab Jahrgangsstufe 5 ermöglichen der Latina, ein reichhaltiges Kulturleben zu gestalten. Dazu tragen vornehmlich die Arbeit der einzelnen Fachbereiche, die fächerübergreifende Zusammenarbeit (z.B. beim "Abend des Europäischen Theaters"), die regelmäßigen Beiträge der Bibliothek der Latina (Märchenabende u.a.) und die inhaltliche Arbeit, welche die Rolle der Latina als Europaschule (seit 1997) mit sich bringt, bei. So nimmt die Latina an verschiedenen Bildungsprojekten mit Partnerschulen in Frankreich, Italien, Russland, der Slowakei, Finnland, Israel und in den USA teil.

Schüleraustausche werden mit hohem Engagement der beteiligten Kollegen, Schüler und Gasteltern durchgeführt. Auch werden jedes Jahr Gastschüler aus anderen Ländern aufgenommen. Sie nehmen am Unterricht teil, werden in das schulische und außerschulische Leben einbezogen und kehren mit vielen neuen Eindrücken in ihre Länder zurück.

In ihrer Freizeit haben die Schüler der Latina die Möglichkeit an diversen deutsch- und fremdsprachigen Theatergruppen, in gemischten Chören und Orchestern mitzuwirken und die Kulturarbeit der Franckeschen Stiftungen zu unterstützen. Dies geschieht zum Beispiel im Juniorenkreis und bei  Führungen durch das Stiftungsgelände. Es bestehen zahlreiche Arbeitsgemeinschaften z. B. im Bereich des Sports, der Informatik, der Kunst und der Naturwissenschaften.

Mit den Franckeschen Stiftungen und den hier angesiedelten pädagogischen und sozialen, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen (Universität, Bauhof u.a.) und mit vielen weiteren Institutionen innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen von Sachsen-Anhalt (z.B. der Studienstiftung des deutschen Volkes in Bonn und der Elisabeth-Lebek-Stiftung für lebendiges Latein in Pullach) erfolgt eine intensive Zusammenarbeit.


Schülerpreisverleihung - Dank und Anerkennung für großes soziales, künstlerisches, musikalisches und fachliches Engagement



Die Latina in Halle a. d. Saale von 1933 bis 1945

Ein Abriß des Verhaltens ihrer Lehrer in schwerer Zeit
dargestellt anhand der dokumentierten Erinnerungen ihrer damaligen Absolventen von G. Finken, U. Michael,
M. Schick und W. Schwarzkopff sowie acht weiteren betroffenen Klassen.
Mit einem Nachwort von J. Malmendier (Toulouse).


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