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„Burgen, Highlands und Meal Deals – unsere Studienfahrt nach Edinburgh“

„Burgen, Highlands und Meal Deals – unsere Studienfahrt nach Edinburgh“

„There is no such thing as bad weather, just unsuitable clothing.“ Das war unser Motto für unsere Studienfahrt nach Edinburgh. Während andere aus unserem Jahrgang nach Italien oder Spanien fuhren, um noch ein bisschen den Sommer zu verlängern, brachen wir auf eine unvergessliche Fahrt in den Regen auf.

Unsere Reise begann am 06. Oktober 2026 um 15 Uhr am BER. Bepackt mit dem Nötigsten in unserem Handgepäck, ausreichend Regenmänteln und -schirmen sowie viel guter Laune, schleusten wir uns durch die Securitykontrolle des Flughafens und machten uns auf die Suche nach unserem Gate und unseren Lehrern, die wir nämlich nach kürzester Zeit verloren hatten (ein Ereignis, welches noch öfter eintreten sollte). Hastig wurden noch die letzten Einreisegenehmigungen für Großbritannien beantragt und ein von Frau Otto vorbereitetes Schottlandquiz beantwortet – mit mäßigem Erfolg – und dann ging es auch schon los. Durch den Sonnenuntergang flogen wir Richtung Edinburgh.

Mit dem Bus ging es vom Flughafen zu unserem Hotel, wir checkten ein und brachen dann kollektiv zum nächsten Tesco auf. Dort lernten wir unseren besten Freund der Woche kennen: Meal Deals. Für £5 – 6 gab es ein Main (z.B. ein Sandwich), ein Sweet Treat und ein Getränk, was uns während der Woche viel Geld für Essen ersparte, welches dann natürlich anderweitig ausgegeben wurde.

Am Dienstag machten wir den deutschen Touristen in uns alle Ehre. Gleich nach dem Frühstück begannen wir unseren Sightseeing-Trip durch Edinburgh. Am Burns Monument vorbei, die Royal Mile hoch und runter, kamen wir schließlich nach einigen informativen Studienvorträgen im Edinburgh Castle an. Nachdem wir uns diese beeindruckende Festung anschauen konnten, wurden wir von der Leine gelassen und hatten nun einige Stunden Freizeit. Wir schwärmten also aus, arbeiteten die Liste an TikTok-Reisetipps ab, besuchten auch die ein oder andere berühmte Film- und Serienkulisse, liefen durch die Victoria Street (die Straße, auf der die berühmte Winkelgasse aus Harry Potter basiert) und die ganz Mutigen unter uns wagten sich an die schottische Spezialität Haggis heran. Wir kamen zur Übereinkunft, dass es gar nicht so schlecht schmeckt, wenn man die Zutaten bestehend aus Schafsmagen und allen möglichen sonstigen Innereien der Schafe einfach verdrängt. Am Nachmittag ging es in die zweite Vortragsrunde am Greyfriars Kirkyard, wo wir unter anderem klärten, wer während der berühmten schottischen Witch-Trails als Hexe verbrannt worden wäre. Spoiler: Es wären alle von uns gewesen. Mit jeweils mindestens fünf verschiedenen Anklagepunkten.

In der goldenen Mitte unserer Studienfahrt stiegen wir schon kurz nach dem Frühstück in einen Reisebus mit unserem tollen Reiseführer Adam und fuhren in Richtung der schottischen Highlands. Begleitet von schottischer Dudelsackmusik und einigen historischen Legenden und Geschichten fuhren wir zu den eindrucksvollen Kelpies, 30 m hohe Pferdeköpfe aus Stahl, welche gefährliche Wassergeister darstellen. Das war nur einer von vielen Stopps an diesem Tag. Wir schauten uns beispielsweise auch das Inveraray Castle an, aßen dort klassisch Fish&Chips in einem Pub und fütterten drei bezaubernde Highland Cows.

Und bei über 30.000 Lochs in Schottland stand natürlich auch ein See in unseren Zielen für den Tag.   Auch wenn es nicht der Loch Ness war und wir Nessi leider nicht besuchen konnten, war auch der Loch Lomond, an dem wir einkehrten, von Sagen und Geschichten umwogen. Aus einer dieser Geschichten entstand sogar ein berühmter schottischer Song: „On the bonnie, bonnie banks o‘ Loch Lomond“. Beim Betreten des Strands des Lochs war Frau Ottos Stunde gekommen. In weiser Voraussicht hatte sie für uns alle, sogar für unseren Guide, den Text dieses Lieds ausgedruckt und so mussten wir alle, auch unser Guide, nun voller Inbrunst diesen Song singen. Sollte Nessi an diesem Tag einen Abstecher zum Loch Lomond gemacht haben, so wird sie sich nach dieser gesanglichen Meisterleistung sicherlich auch für die nächsten Jahrhunderte noch auf dem tiefsten Grund verkriechen. Doch dieses Erlebnis bleibt ein ganz Besonderes und wird nicht so schnell vergessen werden. Und so ging auch dieser tolle Tag langsam zu Ende.

Das Highlight unseres letzten Tags war unsere Wanderung auf den Arthur’s Seat, einen 251 m hohen Hügel in Edinburgh. Wir liefen einen wunderschönen, breiten, ausgeschilderten Weg entlang und stellten trotzdem kurz vor dem Ziel fest, dass die Hälfte unserer Reisegruppe verschwunden war, samt Frau Strech und Frau Otto. Wo sie auf dem einzigen Weg zur Spitze falsch abgebogen waren, ist bis heute ein Rätsel, doch alle Wege führen nach Rom, und so gelang es ihnen doch irgendwann noch den Gipfel zu erklimmen. Oben angekommen, ließ uns der starke Wind fast abheben, doch das Panorama über die Stadt lohnte sich allemal und entschädigte für den abenteuerlichen Aufstieg.

Unsere wunderschöne Studienfahrt ließen wir am Abend alle gemeinsam im Hard Rock Café ausklingen. Obwohl wir nur drei ganze Tage vor Ort waren, erlebten wir so viele schöne Dinge, an welche wir noch lange gerne zurückdenken werden.

Wehmütig traten wir am Freitag dann die Rückreise an. Frau Otto mussten wir zwar fast zurücklassen, da das Security-Personal nicht sehr begeistert von ihrer mitgebrachten Clotted Cream im Handgepäck war, doch nach kurzer Inspektion durften sie und ihre Clotted Cream glücklicherweise mit nach Deutschland zurück.

Zwischen Highlands, historischen Sehenswürdigkeiten, verlorenen Lehrern und unzähligen Meal Deals wurde diese Studienfahrt für uns alle zu einem unvergesslichen Erlebnis, an das wir noch lange mit einem Lächeln zurückdenken werden.

Wir möchten uns ganz, ganz herzlich bei Frau Otto und Frau Strech bedanken. Sie haben diese tolle Fahrt, trotz vieler Hürden, überhaupt erst möglich gemacht. Wir hatten so viel Spaß mit Ihnen und keiner von uns möchte diese Woche missen!

Hannah Plehn